Die Situation der Kinder und Familien

Vietnam, ein Land im wirtschaftlichen Aufschwung, eine Aussage, auf die man überall trifft. Trotzdem leben viele vietnamesische Familien in großer Armut und schaffen es nicht aus eigener Kraft, diesen Teufelskreis zu durchbrechen.

Um einen gut bezahlten Arbeitsplatz zu finden, bedarf es vorab einer guten Schul- und Berufsausbildung, die sich eine arme Familie nicht leisten kann. Es fehlt an Nahrung, Kleidung, einem wohnlichen Heim, medizinischer Versorgung und erst recht an den Mitteln für Schulgebühren, Schulkleidung und Schulmaterial. Meistens können diese Kinder, wenn überhaupt, nur die nötigsten Kurse belegen. Das vietnamesiche Schulsystem ist jedoch darauf ausgerichtet, dass den Kindern in selbst zu zahlenden Zusatzkursen der Hauptlehrstoff vermittelt wird.
Wenn die Kinder alt genug sind, um zu arbeiten, werden sie oft viel zu früh von der Schule genommen, um die Familie zu unterstützen. Oft verdienen die Eltern nicht genug Geld oder sind durch Krankheit arbeitsunfähig oder stark eingeschränkt. Derzeit verschlimmert sich für diese Familien die Situation dramatisch, denn der Aufschwung im Land bringt enorme Teuerungsraten mit sich. So sind innerhalb eines Jahres die Kosten für Baumaterial um 50 Prozent nach oben geklettert und die Preise für zum Beispiel Reis sind von Januar 2008 bis März 2008 um 25 Prozent gestiegen!

Und nicht zu vergessen: Das im Krieg eingesetzte Dioxin ist auch jetzt noch im Erdreich und somit in der Nahrungskette und im menschlichen Körper nachweisbar. Mehr als 3 Millionen Menschen leiden auch heute noch an den Folgen und in Vietnam werden noch immer überdurchschnittlich viele Kinder mit Missbildungen geboren; Krebs, Nerven- und Immunkrankheiten sind in der Bevölkerung mancher Regionen weit verbreitet. Eines der am härtesten betroffenen Gebiete ist das ehemalige Grenzgebiet zwischen Nord- und Südvietnam - dort, wo wir arbeiten.

Es wird sich nichts ändern für diese Familien - außer - sie bekommen Hilfe und Unterstützung!

 

Hier einige Beispiele:

vorher:

Dies ist My Hanh mit ihrer Mutter und im Hintergrund stehen die Überreste ihres Häuschens, welches beim Taifun "Xangsane" im Oktober 2006  zerstört wurde. My Hanhs Vater ist verstorben und ihre vier älteren Geschwister mussten alle die Schule vorzeitig verlassen um für sich selbst zu sorgen. Der jüngere Bruder musste ins Heim, weil die Mutter während der Woche im 40 km entfernten Danang arbeitet, My Hanh blieb bei der Großmutter.

nachher:

Dank einer Spende und eines Kleinkredits konnte das Haus stabil und hell wieder aufgebaut werden und die Mutter erhielt das Startkapital für einen kleinen Noodleshop. Sie kann wieder zuhause wohnen und arbeiten und für Sohn und Tochter sorgen. Auch die älteren Geschwister haben nun wieder ein Heim, in das sie kommen können. UND: My Hanh hat seit einem Jahr eine Patin, deren Post ihr immer ein breites Lächeln ins Gesicht zaubert!

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vorher:

Die elternlose Kim Anh mit ihrer Großmutter. Die beiden haben kein Einkommen und leben sehr ärmlich - kochten im Schweinestall mit qualmender Kohle und schöpften Wasser aus einem verdreckten Tank ohne Deckel.

 

 

nachher:

Dank einer Spende konnten wir eine kleine Küche ans Häuschen anbauen. Jetzt haben Kim Anh und ihre Oma einen Wassertank mit fließendem Wasser und kochen auf einem Gaskocher! Kim Anh hat nun eine Patin mit der sie einen regen Briefkontakt führt und trägt zum ersten Mal in ihrem Leben neue Kleidung. 

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